Produktionsende für Benziner mit Turbomotoren duch smart

  • Der eine oder andere unter Euch hat es vielleicht bereits gehört: der smart BRABUS wird eingestellt, und zwar sehr kurzfristig.


    Nach unseren Informationen endet die Bestellmöglichkeit für einen smart BRABUS in allen Modellvarianten am 28.02.2018, wobei es schon jetzt vereinzelt zu Problemen bei der Bestellung eines BRABUS-Modells kommen soll. Die Produktion soll dann im Mai diesen Jahres eingestellt werden.


    Der Einstellung des smart BRABUS wird im Laufe des Jahres, vermutlich alsbald nach Produktionsende des BRABUS, der 90 PS-Benziner folgen, so daß danach lediglich noch neben dem ED die 61 und 71 PS-Saugermotoren bestellbar sind, bis in 2020 vollständig auf Elektroantrieb umgestellt wird.


    Ursächlich für das Produktionsende der Turbomotoren sind dem Vernehmen nach ab September 2018 geltende verschärfte Abgasvorschriften, die mit den Turbomotoren nicht eingehalten werden können. Die Turbovarianten sind deshalb ab Geltung der neuen Vorschriften (Euro 6d) nicht mehr zulassungsfähig.


    Solltet Ihr Euch mit dem Gedanken tragen, einen neuen smart mit Turbomotor anzuschaffen, wenn ursprünglich auch nicht so kurzfristig geplant, bedürfen Eure Gedanken in diesem Fall unbedingt einer Überarbeitung. Meint Ihr es ernst mit einer solchen Neuanschaffung, ist tatsächlich Beeilung angesagt.


    Euer smart-club-Team


    Peter, Ralf, Lutz, Ulli und Anja

  • grds. finde ich die Entscheidung, in Zukunft vollständig auf Elektroantrieb umzustellen, ja konsequent und richtig, gerade im Kleinstwagensegment.
    Warum allerdings den wirklich knapp bemessenen Freaks, die gerne den Wolf im Schafspelz 'n büschen durch die Gegend scheuchen wollen, so völlig der Spaß verdorben wird, erschließt sich mir nicht und das finde ich auch echt zum Kotzen. Als ob die paar Brabus, die durch die Gegend fahren, den Stickoxid- und CO2-Ausstoß signifikant in die Höhe treiben würden. So langsam gehen einem die Ökospinner echt auf'n Sack.

    "Wer mit Joey Kelly trainiert, freut sich auf's Sterben!" Reiner Calmund


    Hol Di fuchtig! :D


  • smart wird durch die vollständige Umstellung auf Elektroantrieb nicht überlebensfähig sein. Aber das ist hier ja nicht das Thema.


    Fahrzeuge, die Euro 6d nicht erfüllen, sind ab September nicht mehr zulassungsfähig. Ob die Norm Sinn macht, lasse ich auch mal dahinstehen. Um die Norm erfüllen zu können, müßte einiges an Weiterentwicklung in die aktuellen Turbos von Renault/smart investiert werden. Offenbar will man dafür kein Geld mehr in die Hand nehmen. Ich bin gespannt, was mit den entsprechenden Motorisierungen bei Renault passiert. Da habe ich nämlich noch nichts gehört.


    Grüße


    Peter


  • ...bei aktuellen Lieferzeiten von einem Jahr, und das, obwohl aktuelle Bestellungen noch ohne Schnelllader rausgehen, bedeutet dann zumindest ein sehr langsames Sterben... ...20 Jahre oder so. :-)


    ...Du warst ja im Oktober mit dabei. 250 smarts pro Tag. Seinerzeit davon 50 E-smarts. Heute wahrscheinlich etwas mehr pro Tag. Würden ab sofort nur noch EDs produziert werden, wäre man wieder in einer normalen Lieferzeit von 2-3 Monaten.


    Die aktuellen EDs haben diverse Probleme mit der Uhr in der Instrumententafel. Beim Verbrenner ist dass dann schlicht eine falsche Uhrzeit die angezeigt wird. Beim ED kann man damit die Vorklimatisierung vergessen. Weiterhin gibt es Probleme mit der smart-App. Die Erreichbarkeit des Fzg. ist nur sporadisch. Die Probleme erinnern mich an die Anfangszeit der smarts. Auch damals gab es immer wieder diverse Qualitätsmängel. Und auch um 1999/2000 stand smart zur Disposition.


    Ich gebe smart deshalb trotz des Miniakkus mit homöopathischer Reichweite von kaum 100Km im Realbetrieb, gute Überlebensperspektiven, denn wer mal mit dem Elektroantrieb gefahren ist, möchte selten wieder Verbrenner fahren.


    Mal schauen, wie es in drei bis vier Jahren aussieht. :-)

    mcc 450 cdi pulse von 2/2000 bis 12/2017 286.400 KM end of life.
    fortwo 453 ED ab 12/2017

  • Zitat

    Original von Rene Koch
    Heute wahrscheinlich etwas mehr pro Tag. Würden ab sofort nur noch EDs produziert werden, wäre man wieder in einer normalen Lieferzeit von 2-3 Monaten.


    Wohl eher nicht mehr. Das Kappazitätsproblem mit den dadurch bedingten Lieferzeiten liegt nach meiner Information an den Lieferverträgen mit Renault, woher die Elektromotoren ja stammen. Hier wurde mit deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf geplanten Stückzahlen gerechnet, ohne daß es möglich zu sein scheint, Renault zur Lieferung einer größeren Menge bewegen zu können.


    Von den Schwierigkeiten mit der App habe ich auch schon gehört. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, wann die App gar nicht mehr unterstützt wird. Tatsächlich soll sich wohl nur ein verschwindend kleiner Kundenkreis der App bedienen. Und für diesen kleinen Kreis soll es sich nicht lohnen, die App zu pflegen bzw. die notwendigen Serverkapazitäten vorzuhalten. Man wird sehen müssen...


    Ich weiß, uns beide trennen in dieser Frage Welten, aber ich habe Elektroantriebe probiert und möchte danach beim Verbrenner bleiben und möglichst nicht wieder elektrisch fahren (müssen). ;)


    Grüße


    Peter

  • Wir als smart-Fans machen einen Gedankenfehler, wenn wir emotional in die Diskussion zum Benzin- oder Elektroantrieb gehen.


    Bisher hat Daimler an keinem einzigen smart etwas verdient, sondern nur draufgelegt. Daimler wollte mithilfe des smart den Flottenverbrauch senken.
    Nun will man den smart zu 100% elektrifizieren, um zu zeigen, dass Daimler voll im Trend ist und die Elektromobilität fördert.
    Wenn dies nicht gelingt, wobei die Gründe egal sind, trennt man sich halt von diesem Kostenträger, der smart heißt.
    Gelingt der Vorstoß, wird gesagt, dass man das ja schon seit Anbeginn so wollte...


    Für Daimler ist das Ergebnis egal.
    Bei Erfolg mit dem Elektroauto verdient man, wenn nicht, verliert man wenigstens mit dem Benziner nicht mehr. Das hört sich nach Win-Win an.


    Es ist auch völlig egal, was die Fans denken. Die Entscheider fahren wahrscheinlich andere Autos.



    Gruß


    Kleophus

  • Zitat

    Original von Kleophus
    Bisher hat Daimler an keinem einzigen smart etwas verdient, sondern nur draufgelegt.


    Das ist so nicht ganz richtig. Nichts zu verdienen gab es am 450, 452 und 454. Mit dem 451 wurden schwarze Zahlen geschrieben, keine Riesengewinne, aber immerhin. Auch beim 453 sollten unterm Strich keine roten Zahlen stehen, zumal sich hier die Entwicklungskosten aufgrund der Kooperation mit Renault in einem geringeren Rahmen bewegen sollten.


    Zitat

    Es ist auch völlig egal, was die Fans denken.


    Das ist wohl leider so, nicht zuletzt auszumachen an der Entwicklung der smart times in den letzten Jahren. Von einem Event für die Fans und die Community haben die smart times sich spätestens nach Cascais immer weiter weg bewegt zu einer reinen Verkaufs- und Werbeveranstaltung für ein möglichst breites Publikum. Schade drum...


    Zitat

    Die Entscheider fahren wahrscheinlich andere Autos.


    Die Chefin fährt bevorzugt einen natürlich elektrischen forjeremy, und das deutlich lieber als sich mit dem S-Klasse-Dienstwagen chauffieren zu lassen. Es ist außerdem auch bekannt, daß zumindest Dr. Z. über einen smart verfügt und diesen auch sehr gerne fährt. Wie es mit den anderen Vorständen aussieht...? Egal, ohne Dr. Z. gäbe es smart schon lange nicht mehr. Sein Vorgänger wollte die Marke nach dem wirtschaftlichen Fiasko mit dem 452 und 454 einstellen.


    Grüße


    Peter

  • ...ja, die App für den ED3 (451) wird wohl eingestellt. Auch hier kursieren die Gerüchte über die Gründe. Unter Anderem soll es mit dem seinerzeitigem Provider keinen Anschlussvertrag gegeben haben. Die App für den 453 hingegen ist etwas anders aufgebaut, und sehr gefragt. Die Leute, die den 453-ED holen, tun dies teilweise auch gerade wegen der Vernetzung. Die ED4 App ist da auch irgendwie mit dem Mercedes ME System gekoppelt. Jedenfalls "wähle" ich mich darüber ein. Vertraglich sind sie gezwungen, die App für mindestens 3 Jahre betriebsbereit zu halten. Daß die App aktuell wenig genutzt, wird liegt an ihrer mangelnden Zuverlässigkeit und an dem Uhrenbug. Die Vorklimatisierungsaktivierung per App ist ja das Hauptfeature. Wenn nun allerdings einerseits die App den Server nicht erreicht (Fehlermeldung: "Überprüfen Sie Ihr Netzwerk")und andererseits bei Erreichen des Fahrzeuges die Vorklimatisierung nicht sinnvoll betätigt werden kann, weil Diese sich nach der Uhrzeit im Kombiinstrument richtet, das ja - je nach Fahrzeug - mehr oder weniger sporadisch, plötzlich die Echtzeit verliert, dann kann man die App in der Tat nicht nutzen.


    Die aktuelle App läuft über das Jahr 2019 - da soll es ja ein Facelift geben - hinaus. Und auch erst mit dem Facelift soll der Schnelllader kommen. Und nur mit Schnelllader sollen die EDs in Österreich und der Schweiz verkauft werden. Dort warten die Leute wie auf Kohlen auf den ED.


    Egal, ob nun die Akkus, die Motoren oder sonstwas zu den Lieferengpässen führt; ich will es nicht verstehen, warum ein solcher Konzern den Markt derart schlecht einschätzt... ...man könnte da schon fast Willkür unterstellen.


    Noch was aus der ED Gerüchteküche: Es soll wohl ab 2019 auch wieder einen Brabus geben, mit 150KW und einer Kreisel Batterie. http://www.kreiselelectric.com/technologie/batteriesystem/
    Weiterhin soll es dann auch zwei unterschiedliche Akkukapazitäten/Reichweiten geben.


    Gruß, René,


    ...der Elektroautofähnchenhochhalter. :-)

    mcc 450 cdi pulse von 2/2000 bis 12/2017 286.400 KM end of life.
    fortwo 453 ED ab 12/2017

    Einmal editiert, zuletzt von Rene Koch ()

  • Hallo zusammen
    Also ich bin seit 30 Jahren in der Automobil-Branche. Ich möchte hier auch keine große Diskussionen anfangen, aber das mit dem E- Auto ist mir ein bissle zu viel Schönrederei. Man muss sich mal spasseshalber tief in die Materie einlesen. Was für Resourcen an Rohstoffen, was für Energien für eine völlige Umstellung auf Batterie bedeutet, nötig sind, da lohnt es sich mal genauer hinzusehen. Was würde passieren, wenn 2019 sage ich mal 50% auf Batterie umsteigen? Die Kapazität der Batterie-roduktion wäre erschöpft, man greift auf Billigländer zurück, bei denen es keine Auflagen zum Umweltschutz, Arbeitsschutz und gerechte Bezahlung gibt. Nach so einem Batterie-Leben - was dann? Wohin damit? Fachgerecht entsoren? Recyceln? Aufbereiten? Woher kommt der Strom?
    Versteht mich nicht falsch, bei einer täglichen Strecke zur Arbeit und zurück (50 KM) wäre so ein E-Smart schon eine Überlegung wert, aber... die momentane Kosten für einen E-Smart find ich schon ein bissle heftig.
    Kurzum. Wenn jeder, aber auch jeder zum Beispiel sein Fahrzeug im Winter abdecken würde, wenn keiner mehr vor Nachbars Fenster seine Karre warmlaufen lassen würde und den Schichtarbeiter aus den Federn tackert, wenn jeder der kurz zur Post reinläuft seinen Bock ausmachen würde, dsnn wäre uns doch alle geholfen. Und by the way... wir mit unseren Smarties sind doch diejenigen, die an der Tankstelle auf alle Porsche Cayenne, BMW X6 und Hummer lächelnd herabschauen können.


    Wie gesagt - nur eigene Gedanken zur Umwelt
    Lasst es brummen... a bissle Spaß beim Brabus-Fahren muss schon sein.

  • Also ich bin da sehr erstaunt. warum sollten die die Produktion einstellen, wenn doch der Motor die Anforderungen der 6d erfüllt. die CO2 Werte können es nicht sein, die unterscheiden sich nicht zur 6. Die NOx werte sind mit 27g auch noch unter der Grenze von 60. Ist der Brabus so viel schwerere als der Twingo GT?
    Ich verstehe jetzt nicht, welche Anforderungen der Turbo nicht erfüllt.

    Wenn es anständig werden soll, dann mache ich es selbst!
    Was schief gehen kann, geht schief!

  • Ähh Leute warum diese Aufregung ?
    Irgendwie war das doch abzusehen nachdem Smart denn Verkauf von Benziner in Nord-Amerika eingestellt hatte
    Link dazu ->https://www.focus.de/auto/elek…osse-ziel_id_6672220.html


    Ich schätze mal es geht auch darum, das Daimler es schaffen möchte, das Ihre komplette Flotte niedrige CO2 Werte bekommt.
    Vermutlich aber auch , das die smart Fahrer als Testpiloten unterwegs sind, um damit die zukünftigen Akku´s auf Dauer zu testen, um dadurch zufriedenstellende Akku´s bereitzustehen, damit @ - Klassen keinen schlechten Ruf bekommen, sollten diese dann mal rein elektrisch unterwegs sein werden.
    Alles mal rein hypothetisch gesehen, wenn man die Medien so verfolgt ...
    Gruß der Jörch

    Sie sagten,kauf einen 3 Zylinder, der spart Sprit. Ich kaufte einen 6 Zylinder, der spart doppelt !!!

  • Zitat

    Original von Stiller Leser
    Ich schätze mal es geht auch darum, das Daimler es schaffen möchte, das Ihre komplette Flotte niedrige CO2 Werte bekommt.


    Natürlich geht es darum. Und nur deswegen ist smart überhaupt noch am Leben, auch mit den derzeit noch verfügbaren Verbrennern.


    Die Einstellung der Turbos ist aus meiner Sicht eine reine Kostenfrage. Um Euro 6d ab September erfüllen und die Fahrzeuge überhaupt noch zulassen zu können, sind Maßnahmen erforderlich, die Geld kosten würden. Das noch zu investieren besteht im Hinblick auf die anstehende Umstellung auf ausschließlich Elektroantrieb in 2020 keine Bereitschaft mehr, wenn, wovon ich ausgehe, nicht zu erwarten ist, daß sich die Investitionen in die durchzuführenden Maßnahmen zur Abgasreinigung bis dahin amortisieren lassen. Es sind also schlicht und einfach wirtschaftliche Überlegungen, die zur Einstellung der Turbomotoren bis zur Elektrifizierung führen.


    Ich denke nicht, daß der Marke damit ein Gefallen erwiesen wird. Für den Konzern wird es sich unterm Strich rechnen, und das ist die allein entscheidende Frage, die zu diesem Ergebnis geführt hat.


    Grüße


    Peter

  • OK, warum hat mich keiner direkt darauf hingewiesen, dass es nach der EU-Richtlinie nicht um den Einzelwert des Fahrzeugs geht.
    Dann verstehe ich auch, warum Renault weiter den GT anbieten wird.
    Wenn ich in meiner Fahrzeugflotte nur Dreckschleudern habe, deren Durchschnitt ich nur mit überproportional angesetzten Elektroautos schön rechnen kann, dann ist dass bei Daimler kein Wunder. Statt diese Dreckschleudern nachzubessern, wir dann halt ein Benziner in ein e-Auto umgewandelt. Ist doch logisch!


    Renault hat keine Schmutzer. Die sind seit Jahren schon dabei untermotorisierte Fahrzeug an den Mann/die Frau zu bringen, gelockt mit Ausstattung, einem angenehmen Ambiente und einem unterdessen akzeptablem Fahrzeug-Design.
    Natürlich ist es dann auch egal, ob der Turbo bleibt.
    Interessanter ist natürlich, dass Renault sogar LPG Fahrzeuge im Fuhrpark hat, die einen noch wesentlich geringeren Schadstoffausstoß haben.


    Eventuell sollte Daimler darüber mal nachdenken. LPG und Downsizing der anderen Fahrzeuge.

    Wenn es anständig werden soll, dann mache ich es selbst!
    Was schief gehen kann, geht schief!



  • Hallo Hoppe,


    ja, über Deine Argumente könnte man nun tatsächlich ausführlich diskutieren. In der Tat muss man sich da sehr lange mit beschäftigen, und auch tief einlesen; noch deutlich tiefer, als Du es bisher getan hast. Doch dafür wäre ein komplett neuer Thread nötig. Ich würde dann auch gezielt auf Deine Argumente eingehen, mit Erklärungen und Links zu faktenbasierten Beiträgen, die das Thema E-Mobilität betreffen. Nur so als Tipp am Rande... ...informiere Dich mal, wieviel Strom das Raffinieren von Rohöl zu Sprit verbraucht. Damit kann ich bereits locker 50 Kilometer fahren, was die Raffination eines Liters Benzin an Strom verbraucht. Recycling ist übrigens technisch gelöst. Schlechte Drittwelt-Arbeitsbedingungen herrschen auch auf den Ölfeldern - neben den unzähligen Ölkriegstoten. ...um nur einige der vielen Themenfelder anzuschneiden. Jede Deiner Fragen kannst Du mit einer Gegenfrage beantworten.


    Vielleicht mache ich mal einen Thread zum Thema auf.

    mcc 450 cdi pulse von 2/2000 bis 12/2017 286.400 KM end of life.
    fortwo 453 ED ab 12/2017

    2 Mal editiert, zuletzt von Rene Koch ()

  • Was bringt es Euch über eine beschlossene Sache, die ihr nicht beeinflussen könnt, zu diskutieren?

    Für den Fun Smart Roadster BRABUS Xclusive für den Rest Smart 451 Cabrio Vollausstattung

  • Während in Deutschland noch Trauerarbeit für den Verbrenner geleistet wird, ist man in anderen Teilen der Welt längst weiter und schafft Fakten.
    Die bislang mikrige Zulassungszahl von E-Autos in D hat sich mal eben zu jahrelangen Lieferfristen gemausert. Ich habe das selbst erfahren und bin auf einen Vorführer MB B electric drive ausgewichen, obwohl ich einen E-Smart bestellen wollte.
    Die hunderttausende Vorbestellungen zum Tesla Model 3 sind ja mittlerweile legionär.
    Jaguar bringt den I-Pace heraus und hat auch schon mehrere 100T Vorbestellungen.
    Einige Städte in D bestellen E-Busse aus China, weil die deutsche Autoindustrie das Thema verschlafen hat und nicht liefern kann.
    Die deutschen sogenannten "Premiumhersteller" warten noch paar Jahre und überlassen das Geschäft den anderen.
    Aber zum Glück gibt es jetzt viele Startup Unternehmen, die gut herauskommen.
    Die Zulieferer wie z.B. Bosch und ZF haben die Lage längst erkannt, stellen sich schon darauf ein und bieten Komplettsysteme für E-Antrieb.
    Könnte sein, daß es für manche Autokonzerne dann zu spät wird ...

  • Zitat

    Original von 453-Lz
    Die hunderttausende Vorbestellungen zum Tesla Model 3 sind ja mittlerweile legionär.


    Den Verlautbarungen von Mr. Musk, auch zu den angeblichen 100tausenden Vorbestellungen, sollte man nicht unbedingt Glauben schenken. Tesla verbreitet bekanntermaßen ja auch viel heiße Luft... Oder wie war das noch mit der angelaufenen Massenfertigung vom Model 3?


    Zitat

    Jaguar bringt den I-Pace heraus und hat auch schon mehrere 100T Vorbestellungen.


    Wo nimmst Du diese Zahl her? Ich kann dafür nirgends eine Bestätigung finden, wobei Jaguar ohnehin nicht der Hersteller ist, dessen Fahrzeuge sich innerhalb kürzester Zeit zu hunderttausenden verkaufen.


    Soweit es die Lieferzeiten für den smart ED/EQ betrifft, liegt es nur bedingt an smart, daß die Zeiten so lang sind. Smart könnte produzieren und liefern, nur wird smart nicht mit den Antriebseinheiten beliefert, weil die Kooperation mit Renault größere Stückzahlen nicht vorsieht. Smart ist in diesem Zusammenhang nur dafür verantwortlich zu machen, daß man die Nachfrage völlig unterschätzt hat und deswegen entschieden zu kleine Stückzahlen für die von Renault gelieferten Antriebseinheiten vereinbart hat. Ohne Zweifel eine Fehlentscheidung.


    Von Trauerarbeit für den Verbrenner kann im Übrigen sicher keine Rede sein. Ich sehe den Verbrenner, egal ob Benziner oder Diesel, noch lange nicht am Ende, solange die Gesamtumweltbilanz für Elektroautos derart katastrophal ist, daß im Schnitt Laufleistungen > 100.000 km erforderlich sind, nur um die CO2-Bilanz zwischen beiden Antriebssystemen auszugleichen. Der Auspuff sitzt beim Elektroauto nur woanders.


    Grüße


    Peter

  • Zitat

    Original von hugo
    solange die Gesamtumweltbilanz für Elektroautos derart katastrophal ist, daß im Schnitt Laufleistungen > 100.000 km erforderlich sind, nur um die CO2-Bilanz zwischen beiden Antriebssystemen auszugleichen. Der Auspuff sitzt beim Elektroauto nur woanders.


    Halte ich für übertrieben und verallgemeinert. Der MB-Bed verursacht in der Produktion ca. doppelt soviel Co2. Dann ist Schluß, wenn man mit Strom aus regenerativer Energieerzeugung tankt. Wir haben hier 2 Wasserkraftwerke und viele Windmühlen, die ins Mittelspannungsnetz einspeisen, sodaß ich 100% Co2-frei fahre. Von Sickoxiden und Feinstaub fange ich jetzt nicht erst an.
    Beim vergleichbaren Benziner ist am Lebensende des Fahrzeuges das 3-fache an Co2 erzeugt worden. Studie von MB und ADAC, die in etwa zum gleichen Ergebnis kommen.


    Die über 100T Vorbestellung hat Jaguar verlauten lassen. Hier nur ein Beispiel:


    https://www.golem.de/news/jagu…-autonom-1803-133564.html


    Es wird ja keiner gezwungen, auf (gar nicht so) neue Techniken umzuschwenken. Wer heute im mittleren Alter ist, wird sicher noch bis zu seinem Lebensende mit Benzin und Diesel rumstinken dürfen :). Aber der Zug rollt trotz derer, die es nicht wahrhaben wollen in Richtung Elektromobilität. Ob hauptsächlich Akku- oder Brennstoffzellen gestützt, wird sich zeigen.


    Übrigens genießen Fahrer von E-Mobilen noch so einige, auch monetäre Privilegien. Ich geb kein Geld mehr für Benzin aus und der Fahrstrom ist meist umsonst. Von daher können wir relativ wenige E-Autofahrer meinetwegen gern noch eine Weile exclusiv bleiben. :)
    Achso; fast vergessen. E-Auto fahren macht richtig Spaß. Du wirst beim Beschleinigen aus dem Stand mit sanfter lautloser Gewalt (beim Bed mit 180 PS und 340 NM) in den Sitz gedrückt. Einfach geil; hat Suchtpotential... :)


    Viele Grüße
    Lutz

  • Zitat

    Original von 453-Lz
    Der MB-Bed verursacht in der Produktion ca. doppelt soviel Co2. Dann ist Schluß, wenn man mit Strom aus regenerativer Energieerzeugung tankt.


    Sieh Dir bitte mal in der Mediathek von Vox die Ausgabe von Auto Mobil vom letzten Sonntag an. Es gab dort einen interessanten Beitrag zu eben diesem Thema.


    Zitat

    Wir haben hier 2 Wasserkraftwerke und viele Windmühlen, die ins Mittelspannungsnetz einspeisen, sodaß ich 100% Co2-frei fahre.


    Und trotzdem kommen 2/3 Deines Stroms aus "dreckigen" Kraftwerken. So sieht der Strommix derzeit aus, ohne daß Du es beeinflussen kannst, selbst wenn Du noch so viel für rein grünen Strom zu zahlen bereit bist.


    Zitat

    Von Sickoxiden und Feinstaub fange ich jetzt nicht erst an.


    Feinstaub produziert Dein ED nahezu ebenso viel wie jedes andere Fahrzeug. Oder glaubst Du, Du würdest mit Deinem ED während der Fahrt keinen Straßénstaub aufwirbeln, Deine Bremsen würden keinen Abrieb produzieren und die Reifen würden sich nicht abfahren und dabei Feinstaub erzeugen? Sorry, aber zumindest Feinstaub ist kein Argument für elektrisch.


    Zitat

    Die über 100T Vorbestellung hat Jaguar verlauten lassen. Hier nur ein Beispiel:


    https://www.golem.de/news/jagu…-autonom-1803-133564.html


    Da steht was davon, daß ein Fahrdienstanbieter 20.000 autonom fahrende (noch so ein völlig abwegiger Schwachsionn) I-Pace ordern will. Von über oder gar mehreren 100.000 Vorbestellungen steht da aber nichts.


    Zitat

    Achso; fast vergessen. E-Auto fahren macht richtig Spaß. Du wirst beim Beschleinigen aus dem Stand mit sanfter lautloser Gewalt (beim Bed mit 180 PS und 340 NM) in den Sitz gedrückt. Einfach geil; hat Suchtpotential... :)


    Da halte ich gegen: mit über 300 PS und V8-Sound in den Sessel gedrückt zu werden hat nicht nur Suchtpotenzial, es macht Dich sofort süchtig. ;)


    Nicht, daß wir uns falsch verstehen, ich gönne Dir und jedem anderen die Freude an dem Elektrovehikel und ich sehe selbstverständlich auch, daß die Eletromobilität ihre Daseinsberechtigung neben Benzinern und Dieseln haben bzw. sich sicher weiterentwickeln wird. Ausgehend vom derzeitigen Stand halte ich sie aber nicht für entwickelt genug, um Verbrenner zu ersetzen. Abgesehen von jedweden fehlenden durch den spezifischen Verbrenner beim Fahren verursachten Emotionen, die mir persönlich (ich habe noch nie ein Auto unter rein rationalen Gesichtspunkten gekauft) beim Autofahren immer noch sehr wichtig sind, sind Elektroautos bedingt durch die vergleichsweise unzureichende Reichweite und entschieden zu lange Ladezeiten eben nicht auf der Entwicklungsstufe der Verbrenner. Sie mögen ja gut sein, aber eben nicht gut genug. Und eine Technik, die in der Summe ihrer Eigenschaften nicht in der Lage ist, das gleiche zu leisten wie eine vorhandene andere Technik, ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Um den Verbrenner dereinst ablösen zu können, muß der Elektroantrieb in jedem Fall in der Lage sein, in allen relevanten Punkten mindestens gleichzuziehen oder besser zu sein.


    Grüße


    Peter