Beiträge von Rene Koch

    ...hmmm... was beschreibt der Artikel?



    ...die aktuelle Werbekampnage...

    ...das Ende der Verbrennerproduktion 2019...

    ...das angebliche Wegbrechen des chinesischen Marktes, eine Mutmaßung...

    ...den Wechsel an der Führungsspitze...

    ...die Beschreibung eines Concept car...

    ...irgendwas mit Mini und BMW, was nichts mit smart zu tun hat...

    ...das zwanzigjährige "Zuschuss"geschäft bei smart...


    Wenn sich der E-smart nicht am Markt halten kann, weil das Preis-Leistungsverhältnis zu anderen E-Autos nicht passen sollte, dann ist es halt vorbei für smart. Doch das habe ich jetzt in den Artikel hinein interpretiert, das steht da nicht. Eigentlich steht da gar nichts zur Situation bei smart. Die Situation ist weiterhin, lange Lieferzeiten bei zu geringen Stückzahlen aufgrund der Akkus die nicht ausreichend produziert werden. Das ist ein Herstellerinternes Problem, welches nach und nach für so manch böse Überraschung sorgen könnte - auch bei anderen Herstellern. Firmen wie Sono und e.go würde die Einstellung des smart freuen. Und diese E-Kleinstwagen sind ausstattungsbereinigt auch kaum günstiger als ein smart.

    Smart kann schlicht die Nachfrage -trotz des hohen Preises bei recht alter Technik - nicht bedienen. Das ist die Situation!

    „Die Kampagne richtet sich an junge, postmoderne, urbane Progressive, die neugierig und offen für Neues sind..."



    ...und diese Menschen würden von der Mercedes Bank weder einen Leasingvertrag noch eine Finanzierung bekommen. Aufgrund ihres Lebenswandels als circensische Clowns der brotlosen Künste (siehe Video), wäre auch der Barkauf utopisch. Diese Zielgruppe bevorzugt Coffeshops und Lastenfahrräder. Und sollte solch ein Kandidat unter dem Wohlwollen der Gesellschaft doch mal zu Geld kommen, sei es als Musikentertainer, Fußballspieler oder Filmschauspieler, dann wäre ein EQ-smart wohl das Letzte, was sich so Jemand kaufen würde. Da darf es dann gerne luxuriös und dekadent sein.


    Überhaupt ist das Stichwort "urban" im Falle des EQ und der Generation "Mietwohnung", weit am Thema vorbei. In einer Großstadt benötigt man selbst als Schichtarbeiter oft kein Auto, da der ÖPNV recht gut entwickelt ist, und zudem deutlich günstiger. Die Ladeproblematik stellt sich somit nicht. Und um Papa und Mama auf ihrem Landsitz zu besuchen, oder ehemalige Studienkollegen in der nächsten Metropole, reicht schlicht die Reichweite nicht aus.


    Alle Elektroautofahrer, die ich kenne, leben abseits der Metropolzentren, teils in den "Speckgürteln" oder auf dem Land, haben zwischen 15 und 40 Km einfach zum Arbeitsplatz, und durch ein Eigenheim oder/und eine Ladestation bei der Arbeit, die Möglichkeit einen E-Wagen zu nutzen. Alle sind über 40 und haben den E-Wagen als Zweit-oder Drittwagen. Sie arbeiten in "langweiligen" Berufen mit festem Gehalt, sind weder progressiv noch postmodern, doch häufig sozial engagiert und ökologisch orientiert. Werbung beeinflusst diese Menschen kaum zum Kauf eines Elektroautos.



    ...naja...

    ...wer in der Nähe von militärischen Stützpunkten - hier der US-Armee - lebt, kennt dieses Problem zur Genüge. Da werden nahezu schrottreife, jedoch zugelassene Fahrzeuge zurück gelassen, wenn der jeweilige Soldat in den monatelangen Einsatz, oder gar für immer, nach Hause geht. Solange das Fzg zugelassen ist, darf es nicht einfach so entfernt werden. Das gilt auch für deutsche Autos. Der TÜV spielt da übrigens erst mal keine Rolle, was die Entfernung des Fzg. betrifft. ( Wenn Du Deinen TÜV an Deinem Auto mit dem Du täglich fährst um zwei Monate übrerzogen hast, darf man es deshalb auch nicht "über Nacht" abschleppen) Solange von dem Fzg. keine Gefahr für die Umwelt ausgeht, und es einen "fahrbereiten" Eindruck macht, ist mit Entfernen nichts drin. Dafür muss dann erst die Gemeinde einen Grund haben, warum sie ausgerechnet an jenem Abstellplatz das Fzg. entfernen möchte. Ich hatte diese Fälle zwei mal in unmittelbarer Nähe. Ein US-Wagen stand drei Jahre und ein deutsches Fahrzeug 9 Monate. Letztlich wurden beide Fzge. (die Fälle sind zeitlich und örtlich verschieden) nur wegen "Verlust von Betriebsstoffen" abgeschleppt. Da diese Fzge. so ziemlich alklen Nachbarn auf die Senkel gingen, nehme ich an, dass die "Betriebsstoffe" "zufällig" ;-) ausgetreten sind.



    Hallo Hoppe,


    ja, über Deine Argumente könnte man nun tatsächlich ausführlich diskutieren. In der Tat muss man sich da sehr lange mit beschäftigen, und auch tief einlesen; noch deutlich tiefer, als Du es bisher getan hast. Doch dafür wäre ein komplett neuer Thread nötig. Ich würde dann auch gezielt auf Deine Argumente eingehen, mit Erklärungen und Links zu faktenbasierten Beiträgen, die das Thema E-Mobilität betreffen. Nur so als Tipp am Rande... ...informiere Dich mal, wieviel Strom das Raffinieren von Rohöl zu Sprit verbraucht. Damit kann ich bereits locker 50 Kilometer fahren, was die Raffination eines Liters Benzin an Strom verbraucht. Recycling ist übrigens technisch gelöst. Schlechte Drittwelt-Arbeitsbedingungen herrschen auch auf den Ölfeldern - neben den unzähligen Ölkriegstoten. ...um nur einige der vielen Themenfelder anzuschneiden. Jede Deiner Fragen kannst Du mit einer Gegenfrage beantworten.


    Vielleicht mache ich mal einen Thread zum Thema auf.

    ...ja, die App für den ED3 (451) wird wohl eingestellt. Auch hier kursieren die Gerüchte über die Gründe. Unter Anderem soll es mit dem seinerzeitigem Provider keinen Anschlussvertrag gegeben haben. Die App für den 453 hingegen ist etwas anders aufgebaut, und sehr gefragt. Die Leute, die den 453-ED holen, tun dies teilweise auch gerade wegen der Vernetzung. Die ED4 App ist da auch irgendwie mit dem Mercedes ME System gekoppelt. Jedenfalls "wähle" ich mich darüber ein. Vertraglich sind sie gezwungen, die App für mindestens 3 Jahre betriebsbereit zu halten. Daß die App aktuell wenig genutzt, wird liegt an ihrer mangelnden Zuverlässigkeit und an dem Uhrenbug. Die Vorklimatisierungsaktivierung per App ist ja das Hauptfeature. Wenn nun allerdings einerseits die App den Server nicht erreicht (Fehlermeldung: "Überprüfen Sie Ihr Netzwerk")und andererseits bei Erreichen des Fahrzeuges die Vorklimatisierung nicht sinnvoll betätigt werden kann, weil Diese sich nach der Uhrzeit im Kombiinstrument richtet, das ja - je nach Fahrzeug - mehr oder weniger sporadisch, plötzlich die Echtzeit verliert, dann kann man die App in der Tat nicht nutzen.


    Die aktuelle App läuft über das Jahr 2019 - da soll es ja ein Facelift geben - hinaus. Und auch erst mit dem Facelift soll der Schnelllader kommen. Und nur mit Schnelllader sollen die EDs in Österreich und der Schweiz verkauft werden. Dort warten die Leute wie auf Kohlen auf den ED.


    Egal, ob nun die Akkus, die Motoren oder sonstwas zu den Lieferengpässen führt; ich will es nicht verstehen, warum ein solcher Konzern den Markt derart schlecht einschätzt... ...man könnte da schon fast Willkür unterstellen.


    Noch was aus der ED Gerüchteküche: Es soll wohl ab 2019 auch wieder einen Brabus geben, mit 150KW und einer Kreisel Batterie. http://www.kreiselelectric.com/technologie/batteriesystem/
    Weiterhin soll es dann auch zwei unterschiedliche Akkukapazitäten/Reichweiten geben.


    Gruß, René,


    ...der Elektroautofähnchenhochhalter. :-)


    ...bei aktuellen Lieferzeiten von einem Jahr, und das, obwohl aktuelle Bestellungen noch ohne Schnelllader rausgehen, bedeutet dann zumindest ein sehr langsames Sterben... ...20 Jahre oder so. :-)


    ...Du warst ja im Oktober mit dabei. 250 smarts pro Tag. Seinerzeit davon 50 E-smarts. Heute wahrscheinlich etwas mehr pro Tag. Würden ab sofort nur noch EDs produziert werden, wäre man wieder in einer normalen Lieferzeit von 2-3 Monaten.


    Die aktuellen EDs haben diverse Probleme mit der Uhr in der Instrumententafel. Beim Verbrenner ist dass dann schlicht eine falsche Uhrzeit die angezeigt wird. Beim ED kann man damit die Vorklimatisierung vergessen. Weiterhin gibt es Probleme mit der smart-App. Die Erreichbarkeit des Fzg. ist nur sporadisch. Die Probleme erinnern mich an die Anfangszeit der smarts. Auch damals gab es immer wieder diverse Qualitätsmängel. Und auch um 1999/2000 stand smart zur Disposition.


    Ich gebe smart deshalb trotz des Miniakkus mit homöopathischer Reichweite von kaum 100Km im Realbetrieb, gute Überlebensperspektiven, denn wer mal mit dem Elektroantrieb gefahren ist, möchte selten wieder Verbrenner fahren.


    Mal schauen, wie es in drei bis vier Jahren aussieht. :-)

    ..so richtig Freude kam bei der Übergabe gar nicht auf. Draußen auf dem Parkplatz stand ja mein fast 18 Jahre alter mcc cdi. Als ich mit dem ED dran vorbei fuhr und ihn ein letztes Mal sah, fuhr es mir richtig arg in die Magengrube. Trotz aller Rationalität lebt der Mensch eben doch auch beträchtlich durch Emotionen.


    ...aber wenn ich bei trockener Straße meine Hausbergstrecke damit hochsurre, benötigt der Beifahrer eine Kotztüte, und im Display blinken viele bunte Lämpchen... ...wie Weihnachten. :-)


    Danke für die Info mit dem Kältemittel. Die Fahrgestellnummer weist ihn immerhin als 453 aus. Die beginnt mit WME453...


    ....und da Du Dich da gut auskennst... ...kann man aus der Fahrgestellnummer herauslesen, der wievielte 453ED das ist?

    ...also der "453" ED wird versicherungstechnisch, und auch in der Zulassungsbescheinigung als Typ 451 geführt. Angeblich hängt das mit der Typzulassung beim KBA zusammen.
    Ich habe also jetzt einen nagelneuen Typ 451, der sich als 453 verkleidet hat. :-)

    ...nein, ich habe noch keinen neuen ed, doch Dein Problem wurde in anderen Foren schon andiskutiert, ohne jedoch eine klare Lösung zu haben.


    Variante 1.) Die Motorleistung bezieht sich auf die, durch die "eco" Taste abgeregelte Leistungsstufe, die eben den 42 KW entspricht.


    Variante 2.) Der ED 453 wird beim KBA - aus welchen Gründen auch immer - noch als ED 451 geführt.


    Variante 3.) Die Versicherungen haben den ED 453 noch gar nicht gelistet und nehmen deshalb irgend ein anderes smart Modell.

    Zitat

    Original von hugo...


    Nur noch soviel: Leergewicht smart 453 fortwo 890 kg, smart 453 fortwo ED 1085 kg. Die Differenz ist schon happig. Beim Audi A8, da gebe ich Dir Recht, ist die Differenz zum Tesla geringer bzw. nicht vorhanden, dafür hat der A8 bei Gewichtsgleichheit dann allerdings auch einen Zwölfzylinder, immer noch die entschieden größere Reichweite, wobei ich hier nicht von Vollast, sondern von einem Reisetempo von rd. 150 km/h auf der Autobahn ausgehe und unter Berücksichtigung der nicht notwendigen Ladepausen auf einer Strecke von ca. 600 km einen Zeitvorsprung von 2 - 3 Std. (eigener Erfahrungswert Tesla v. Mercedes SL 500).
    ...


    ...für Langstrecken, Pizzadienste, Pflegedienste, etc. ist das E-Auto in der Tat noch ungeeignet. Für Berufspendler die in der komfortablen Lage sind ein Eigenheim mit Lademöglichkeit zu besitzen, ist das hingegen eine ökonomische und ökologische Alternative. Da stelle ich mir auch die Frage, ob es die Forschung in absehbarer Zeit schaffen wird endlich einen ihrer "Wunderakkus" zur Serienreife zu bringen, oder ob auch die Akkutechnologie nur ein Zwischenschritt zu einer ganz anderen, neuen, uns womöglich noch unbekannten Antriebstechnologie ist. Weiterhin ist das andere große Problem die wirre Ladeinfrastruktur. Hier ist es der Gesetzgeber der eine klare Ansage machen muss.


    ich kann auch Deine persönliche, emotionale Argumentation pro Verbrenner sehr gut nachvollziehen. Und wie Du wohl richtig erkannt hast: Ich möchte kein besserwisserischer Belehrer und Beschöniger sein. Ich habe allerdings ein Problem mit unserer neuen postfaktischen Gesellschaft. Unter dem Google Stichwort : "Ökobilanz elektroauto und Benzinauto" bekommt man erst mal etliche Artikel die unvollständig, unsachlich und gar unseriös sind. Wissenschaftliche Studien werden nur in - genehmen - Teilbereichen interpretiert und ein Hinterfragen findet nicht statt. Ich sehe die Entwicklung ganz neutral, und entscheide für mich persönlich, was aus meiner Sicht für meine Zwecke und meine Lebensphilosophie das kleinste Übel ist. Auch auf die Nachteile der E-Mobility mache ich aufmerksam. Für viele Menschen und deren Nutzungsspektrum wird es aktuell und auch auf absehbare Zeit (5-10 Jahre) keine Alternative zum Verbrenner geben. Diese Leute deshalb moralisch herablassend zu betrachten wäre ein Unding.


    ...und so nebenbei... ...ich habe auch noch einen Jeep Wrangler Rubicon als Offroadumbau, Diesel mit 147 KW. Die Inkarnation des ressourcenschädigenden Mobilitätsanachronismus. ;-)

    Zitat

    Original von torfjunge
    Spannend wäre es mal, die Ökobilanz beider Antriebsarten, über den kompletten Lebenszyklus (von der Herstellung bis zur Verschrottung) betrachtet, zu vergleichen. Ich vermute, dass das E-Auto verlieren wird.


    Die Antwort findest Du in den Links von mir und auch sonst bei seriöser Suche im Internet. Die Wette hast Du dann leider verloren.


    ...denn der "kleine" Haken an der Geschichte der häufigen Beiträge in der Presse aus Studien ist folgender:


    Man nimmt einen Verbrenner, fährt ihn, und schaut, was im Zeitraum X hinten raus kommt. Ganz vielleicht schaut man sich auch noch die Produktion des Verbrenners an, und lässt auch das mit in die "Ökobilanz" einfließen.


    Nun nimmt man zum Vergleich ein E-Auto, und fährt es, und schaut was hinten raus kommt... ...logischerweise nix. Also schaut man was man in das E-Auto hinein tut. ( Und genau DAS! schaut man beim Verbrenner schon mal nicht! ) Da wird dann nicht etwa ein Drittelstrommix oder gar 100% Ökostrom unterstellt, die hauseigene Photovoltaikanlage wird erst recht ignoriert, nein, man unterstellt 100% Braunkohle, nicht mal Gas, oder Steinkohle, nein Braunkohle, weil sie den schlechtesten Wirkungsgrad hat, und nimmt nun als Unterstellung davon die Co2, und Stickoxid- und sonstige Werte, und vergleicht sie mit dem Verbrenner. Mist!! Das E-Auto ist ja selbst jetzt noch sauberer, allein weil ja schon der Wirkungsgrad eines Braunkohlekraftwerkes besser ist als der eines Verbrennungsmotors im Alltagsbetrieb. Hmmm... ...was kann man nun noch tun, um die Ökobilanz des E-Autos zu verhageln?? Ahhh, ja! Der Akku! Nun wird also die "Ökobilanz" des Akkus im worst case Szenario ausgerechnet; und siehe da... ...eben muss man einen Tesla mit 100 KWh 8 Jahre lang fahren, bevor er so sauber ist, wie ein Verbrenner. Dass man mit einem Smart ED im Verglech zum Benzinersmart dann unter diesen ungerechten Bedingungen nur ca. 2,5 Jahre bräuchte, steht nirgends, lässt sich allerdings ausrechnen.


    Ich fasse zusammen: Ökobilanzvergleichsrechnung E-Auto bestehend aus Akkuproduktion, Fahrzeugproduktion, Stromproduktion aus fossilen Energieträgern, Fahrzeugverschrottung und Akku als gefährlicher Sondermüll nach 5 Jahren.


    Ökobilanzvergleichsrechnung Verbrenner bestehend aus Fahrzeugproduktion, Abgasemmissionen und Fahrzeugverschrottung.


    Finde die Fehler!



    ...ok, ich helfe nach: Der Akku hält im Kfz. mindestens 5 Jahre, und über längere Zeiten ist bisher wenig statistisch Relevantes bekannt, da es die Teile noch nicht so lange in Serie gibt. In Anlehnung an andere Industrieakkus darf man von 10 Jahren im Kfz ausgehen. Danach werden die Akkus "tot benutzt" als Strompuffer für Wind und Solarenergie. Bei vollständigem Kapazitätsverlust kommen sie zum Recycling (ein Link dazu habe ich hier irgendwo gesetzt) und es entstehen neue Akkus daraus.
    100% fossile Energie bezieht heute fast nur noch die Großindustrie. Verbraucher, die sich heute und in naher Zukunft für ein E-Auto entscheiden, sind großteils umweltbewusste Mitbürger. Das heißt die Autos werden schlechtestenfalls mit Drittelmix geladen, häufig mit 100% Ökostrom (habe ich seit 10 Jahren) oder gar mit der hauseigenen oder firmeneigenen Photovoltaikanlage geladen. Die Tendenz ist hier bei zunehmender E-Mobilität klar zu zunehmender Ökostromabnahme.
    Und nun... ...was wurde beim Verbrenner vergessen? Was verbrennt er denn? Benzin! Und? wächst das auf Bäumen? Nein! Der Prozess von der Erdölgewinnung über die Transporte, Raffination und Lagerung bis zur Betankung bedeutet nach niedriger Berechnung ca. 1,6KWh pro Liter, mit all der Umweltverschmutzung die dabei geschieht. Mit 1,6KWh fährt ein Smart ED aber mit ordentlich Schmackes 10 Kilometer über die Autobahn... ...und dann ist ja erst das Benzin beim Verbrenner im Tank. Hierzu findest Du in der folgenden verlinkten Studie von 2015!! - also der damaige Status Quo, der sich ständig verbessert - des österreichischen Umweltbundesamtes eine übersichtliche Grafik auf Seite 11.


    http://www.umweltbundesamt.at/…publikationen/REP0572.pdf


    ...da hast Du dann auch den Beweis für meine Behauptung, dass Du die Wette verlierst.

    Mehl ist auch Feinstaub. Damit kann man Brot backen.
    Ruß aus dem Kamin ist ebenfalls Feinstaub. Damit kann man kein Brot backen.


    Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Es kommt darauf an, aus was er besteht, und inwieweit welche Dosis für ein Lebewesen schädigend wirkt.

    ...dann belassen Wir es am Besten bei Deinem und meinem Statement zu den jeweiligen persönlichen Beweggründen und Motivationen hier aktiv zu sein, und widmen uns wieder dem eigentlichen Thema.


    ...nun komme ich doch nochmal auf den von Dir verlinkten Artikel zurück, und möchte gerade mal zwei Punkte herausgreifen. Der Autor schreibt in der Einleitung:


    Zitat:
    "Das Auto der Zukunft hat ein Problem: Es gibt keinen Tank, nur einen sperrigen Stromspeicher, der einige Doppelzentner wiegt und gerade mal so viel Energie bunkert wie ein paar Petroleumflaschen."


    Ein Tank ist seiner Ansicht nach, nicht sperrig, der Stromspeicher - sprich Akku - hingegen sei sperrig. Wenn dem so wäre, hätte das irgend einen Einfluss auf das Kfz? Da man weder den Tank noch den Akku entnimmt, sondern diese Bauteile feste Fahrzeugbestandteile sind, ist das irrelevant.


    Bauvolumen diverser Kraftstofftanks:
    https://www.google.de/search?q…_AUICygC&biw=1301&bih=755
    Tesla S Akku
    https://www.google.de/search?q…_AUICygC&biw=1301&bih=755
    smart ED Akku
    https://www.google.de/search?c…30k1j0i8i30k1.vrfUcA7-VuU


    Nun soll solch ein Akku einige Doppelzentner wiegen. Den Begriff "Doppelzentner" hörte ich im freien Sprachgebrauch wohl das letzte Mal vor 15 Jahren von sehr alten Menschen. Ein Doppelzentner sind 100 Kilogramm. So ein Akku wiegt also einige hundert Kilo. Im Falle des Tesla S mit 100KW sind es aktuell noch 600 Kilo Akkugewicht. Ein Smart ED 453 mit ca. 1.000Kg Fahrzeuggewicht - sowohl beim Verbrenner, als auch beim ED - dürfte einen Akku von maximal 150 Kg Gewicht haben. Ich habe gerade keine Daten darüber gefunden. ein Tesla S wiegt übrigens ca. 2.000Kg und somit kaum mehr als ein Leichtbau-Audi A8. Der Gewichtseinfluss des Akkus relativiert sich zum Gewichtseinfluss der notwendigen Verbrenneraggregate (Motor, Getriebe, Tank, Wellen, Pumpen, Leitungen, Abgasanlage, etc.).
    Jetzt "bunkert" (sind Wir im Krieg, oder liegt es ander Hamburger-Hafen Herkunft des Autors, dass er diese Begrifflichkeit verwendet? ) solch ein Akku also die Einergie von ein paar Flaschen Petroleum. Petroleum in Flaschen wird in 1Ltr. Gebinden verkauft. 1Ltr. Petroleum hat ca. 9,4KWh. Beim Tesla sind wir so - um im Jargon des Autors zu bleiben - bei einem knappen Dutzend Petroleumflaschen, genauer, etwa 11 Liter. Der smart 453 ED hat somit nichtmal zwei Flaschen Lampenöl. Man überlege: Zwei Flaschen Lampenöl - nicht Superplus Benzin!!! - reichen für realistische 120 bis 130 Fahrkilometer. Nebenbei, beim Superplus Benzin mit 98-100 Oktan liegt der Brennwert pro Liter kaum höher als beim Petroleum, mit 9,8 KWh. Also auch hier kommt ein smart ED bei normaler Fahrweise!!! 100 Kilometer weit mit umgerechnet ca. 1,4 Ltr. Superplus. Und warum ist das so? Warum schafft solch ein Elektroauto mit einem "sackschwerem" Akku der den Energiegehalt von "ein paar Petroleumflaschen" enthält, eine derartige Fahleistung? Das liegt am extrem schlechten Wirkungsgrad des Verbrennerfahrzeugs:
    http://www.kfz-tech.de/Biblio/…sammlung/Wirkungsgrad.htm
    Die Differenz liegt im Wirkungsgrad von 20% eim Verbrenner versus 80% beim E-Auto.
    http://www.mx-electronic.com/p…gleich-zwischen-Fahrz.pdf


    Da verstehe ich natürlich den Autor, Herrn Wüst, dass er da (Polemik) ganz, ganz arg traurig drüber ist, dass ein enormer technischer Aufwand unter größter Energievergeudung einerseits, mit einem knappem Dutzend Liter Lampenöl in einem optimalem Fahrzeugschwerpunkt andererseits aufgewogen werden kann. Das Ganze auch noch ohne Gestank, Gift und Motorengebrülle.


    Weiterhin schreibt der Autor:


    Zitat:
    "Der SPIEGEL unternahm im Februar einen Praxistest mit dem E-Mobil Zoe von Renault. Bei Tempo 130 war an die im Normzyklus ermittelte Reichweite von 400 Kilometern nicht mehr zu denken. Übrig blieben etwa 150 Kilometer."


    Auch hier wieder ein "Faktenbiegen" dass es dem Autor in den Kram passt. Renault selbst schreibt auf seiner Hompepage von 300 Km Reichweite, da die 400 Km nur im - allgemein bekanntem - unrealistischem NEFZ Modus erreicht werden.
    https://www.renault.de/modellp…lle%20Zoe&utm_content=Zoe
    Das - nicht gerade E-mobility freundliche - Magazin "auto motor sport" hat den ZOE ebenfalls getestet.
    http://www.auto-motor-und-spor…-elektroauto-1492700.html
    Da wird dann schon deutlich genauer verifiziert, und auch daraf hingewiesen, was mit Benzinmotoren passiert, wenn sie denn im Volllastbereich gefahren werden.
    Faktisch zeigt de Reichweitenanzeige im ZOE bei vollem Akku nie 400 Km an, sondern knapp 300 Km. So wie auch im Smart ED keine 165 Km sondern 130 Km bei voller Ladung als Reichweite angezeigt werden. Nun kommt der Spiegelautor bei einem "Test" mit dem E-Auto lediglich halb so weit, wie ihm das E-Auto beim Start vorgab. 150Km versus 300 km. Das schaffe ich bei den modernen Turbo-Direkteinspritzer Benzinern und Diesel auch. Natürlich zweifelsohne bei doppeltem Reichweitenniveau. Beim ZOE brauche ich dafür knapp über zwei Petroleumflaschen, bei einem smart hingegen 28 Petroleumflaschen.


    Die E-Mobility steckt noch in den Kinderschuhen, und hat im praktischen Einsatz - insbesondere in dem einzigen Land auf der ganzen Welt in dem man auf Autobahnen beliebig schnell fahren darf - durchaus Nachteile, die ich in anderen Beiträgen bereits benannte, bzw. mit Links darauf verwies. Die Diskussion und die Ablehnung wäre nur halb so unsachlich, hätten Wir in Deutschland eines der üblichen Tempolimits zwischen 100-130 Km/h... ...was ich mir keinesfalls wünsche.


    Ich könnte nun das Pamphlet des Herrn Wüst weiter Satz für Satz zerpflücken. Doch Ihr seht, es würde wirklich jeden Rahmen sprengen. Es ist eben nun mal nicht damit abgetan, durch Verwenden subjektiv gefärbter, einfachster Allgemeinfloskeln, ein derart komplexes Thema abzuhandeln.



    ...und? Was steht da nun an belegbaren Sachargumenten drin? Sehr viel Polemik und Halbwissen gepaart mit sehr sehr einseitiger Beleuchtung des Status Quo unter Verzicht auf tiefergehende Denkvorgänge. Ich lese den SPIEGEL seit ich lesen kann. Das Printmedium unterscheidet sich glücklicherweise immer noch etwas im Niveau von SPIEGEL-Online und ähnlichen Internetkommentaren, wie dem Verlinktem. Bedauerlich ist es allerdings, dass derartig unsachliche Postillen unter dem Namen "SPIEGEL" veröffentlicht werden dürfen, ohne dies deutlicher als ganz persönliche - hier zudem ungenügend recherchierte - Meinung eines Mitarbeiters zu kennzeichnen. Vergleiche den Bericht einfach mit meinen Beiträgen, und den darin befindlichen weiterführenden Links, in denen auch die gravierenden Interpretationsfehler der E-Mobility Gegner der schwedischen Studie zu finden sind. Ich bräuchte hier sonst fünf Seiten um jenen Beitrag zu zerpflücken. Das ist mir zu doof. Die Weber konnten die Webmaschinen nicht aufhalten, die Droschkenkutscher konnten das Automobil nicht aufhalten, die Setzer konnten den Offsetdruck nicht aufhalten, und weder Herr Wüst noch andere Verbrennerfans werden den Untergang des Verbrenners aufhalten. Also was soll´s.


    Wenn Du Dir lieber einen 12 Zylinder denn ein E-Auto gönnen möchtest, und das hier im smart Forum als Meinung/Argument? in Deiner Club-Funktion kund tust, gerne. Dann frage ich mich allerdings ob ich hier noch richtig im smart Forum bin, einem Forum für Fahrzeuge, deren Idee Ökologie, Ökonomie, Ressourcenschonung und Innovation sein soll und dessen Marke, smart, ebenjenen Weg der E-Mobility versucht seit 2005 als Pionier zu beschreiten.

    Hallo Ösismart,


    ...mit Sicherheit komme ich nicht mehr davon los, da es gegenüber dem Verbrenner in vielerlei Hinsicht eine echte Evolution ist. Ich bin schon mehrfach damit gefahren, und sehe nur Vorteile für meine Nutzungsbedingungen.


    Lithium ist keine "seltene Erde" und es gibt mehr als genug davon. Selbst in Deutschland gibt es Lithiumvorkommen. Es ist ähnlich wie beim Erdöl. Erst jetzt, da man Lithium in größeren Mengen benötigt, sucht man auch abseits gut zugänglicher, freier Flächen danach, und findet etliche Vorkommen. Da sich Li-Ionen Akkus recyclen lassen, wird dieser Bedarf mit der Zeit stark zurück gehen. Aktuell gibt es da nur Forschungsanlagen, weil schlicht der "Abfall" für eine betriebswirtschaftlich betreibbare Recyclinganlage fehlt.
    http://www.git-labor.de/forsch…n-lithium-ionen-batterien
    Damit erledigt sich dann die Rohstoffgewinnung langfristig. Kurzfristig ist der Lithiumabbau noch deutlich günstiger als das Recycling, da in Ländern außerhalb Europas, Lohnarbeit und Umweltstandards sehr niedrig sind. Das wird nicht so bleiben.


    Ja, die Batterie ist quasi "das Herz" des E-Autos, vergleichbar mit der Motor-Getriebeeinheit. Entsprechend adäquat sind die Kosten. Ca. 5.000€ bei einem Smart ED und ca. 20.000€ bei einem Tesla. Diese Preise werden jedoch noch niedriger werden, bzw. die Leistung höher. Leider wird hier im Smart-Forum gar nicht über den ED geschrieben. Das 453 Forum und das Going-Electric Forum hingegen haben viele Beiträge zum Thema. Letzeres nicht nur den Smart betreffend. So wie beim Verbrenner nur selten ein Motor-oder Getriebeschaden vorkommt, und wenn dann erst mit zunehmendem Alter, hoher Laufleistung und Beanspruchung oder/und mangelnder Pflege, so verhält es sich adäquat beim Akku. 100.000 Km ohne spürbaren Kapazitätsverlust sind durchaus drin. Mangels Laufzeiten und Laufleistungen gibt es da kaum weitere Werte aus der lebensnahen Praxis. Zudem gibt es hier verschiedene Nutzungsmodelle für den Kunden, wie Batteriemiete, spezielle Garantie, etc. .


    Aktuell würde ich solch ein E-Fzg. nur leasen. Die Technik schreitet derart schnell voran, dass ein Kauf schon nach wenigen Jahren ein veraltetes Fzg. bedeutet. Akkukapazität, Ladezeit und autonomes Fahren werden die wesentlichsten Änderungen innerhalb der nächsten fünf Jahre sein.


    Weiterhin ist der Einstig zur Zeit recht günstig. Mein alter cdi (Schwackewert 245€) bringt 1.000€ "Abwrackprämie". 2.000€ bekomme ich von der BAFIN. Smart gibt 2.500€ hinzu. Leasingsonderkonditionen mit Negativzins drücken die Raten. Keine Kfz-Steuer. 100Km mit dem Ed kosten mich 4,50€ und mit dem cdi (was ja so nicht mehr als Neuwagen käuflich ist) 5,10€. Ein "normaler" Kleinwagen liegt so bei 6,50€. Die 4,50€ sind dann voll bezahlter 100% Ökostrom aus der Steckdose. günstiger bis umsonst geht es dann mit Photovoltaik. Solch eine Photovoltaikanlage kostet ja richtig Geld, und ammortisiert sich kostenmäßig bei einem Einfamilienhaus oft erst nach frühestens 8 Jahren inklusive Einspeisevergütung. Mit einem Smart-ED ist die Ammortisation aufgrund des höheren Strombedarfes bereits nach ca. 4-5 Jahren erreicht.


    Je mehr E-Mobility kommt, je weniger wird Treibstoff getankt. Die Folge sind Einbußen bei der Mineralölsteuer. Folglich wird hier der Staat in Handlungszwang kommen um eine andere Einnahmequelle zum Erhalt der Infrastruktur zu erschließen. Hier hat die erzkonservative CSU mit ihrer Mautforderung - völlig unfreiwillig - den Weg für eine kilometerabhängige Straßennutzungsgebühr frei gemacht. Nach und nach werden die Förderungen wie Abwrackprämie, Umweltbonus und Steuerfreiheit wegfallen. Pflichtsysteme wie das ab 2018 vorgeschriebene GPS-Notrufsystem sind dann flächendeckend vorhanden um eine elektronisch erfasste Streckenmaut zu generieren. Auch darin liegt letztlich ein ökologischer Anreiz: Wer seinen Strom selbst erzeugt (bzw. in einer "Erzeugergemeinschaft" Mitglied ist) hat nur die Mautgebühr. Für Großstadtbewohner, die auf öffentliche Ladesäulen angewisen sind, wird es hingegen sehr teuer. Der ÖPNV und das Fahrrad (Pedelec) werden dadurch deutlich stärker frequentiert, und der Verkehr entlastet.