Biographie Stirling Moss |
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Wenn man in den USA den Namen Mario Andretti hört, denkt man sofort an Autorennen. Das selbe kann man von Stirling Moss auf der anderen Seite des "großen Teiches" sagen. Moss wurde für das Rennfahren geboren. Sein Vater, Alfred Moss, fuhr selbst Rennen in Brooklands (GB) und später in Indianapolis, als sein Studium ihn nach Amerika führte. Seine Mutter nahm an verschiedenen Testfahrten und Rallyes teil. Im Alter von neun Jahren kaufte der Vater dem jungen Moss einen alten Austin Seven, mit dem er seine Runden auf den umliegenden Feldern des heimischen Anwesens drehte. Die Familie begeisterte sich auch sehr für den Pferdesport; Stirling und seine Schwester Pat nahmen an verschiedenen Wettbewerben teil. Während sich seine Schwester weiterhin für dem Reitsport widmete, schlug Stirlings Herz mehr für Pferdestärken und Mechanik. Obwohl er ein geborener Sportler war, litt er in seiner Kindheit unter verschiedenen Gesundheitsproblemen, die ihn für den Wehrdienst untauglich machten. Dieser Umstand führte später zu einigen Kontroversen, bis sein Vater dann die medizinischen Berichte veröffentlichte. |
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Moss behielt sein Interesse für Autos bei und fuhr bald nach dem Erhalt der Fahrerlaubnis in einem dreirädrigen Morgan auf öffentlichen Straßen. Sein nächstes Auto war ein MG, und kurz nach dem er eine Anzeige für einen Rennwagen mit einer Aspen-Maschine sah, bestellte er sich diesen für 50 GBP. Als sein Vater davon erfuhr, trat dieser mit der Autofirma in Verbindung und stornierte die Bestellung seines Sohnes. Stirling war geknickt, aber sein Vater gab nach und lieh ihm seinen BMW-Sportwagen, den er sich kurz zuvor gekauft hatte. Mit diesem BMW startete er seine Teilnahme an örtlichen Geschwindigkeitsrennen. Sein erster richtiger Rennwagen war ein Cooper 500, den er nutzte, um an regionalen Bergfahrten teilzunehmen. Dieser Wagen und seine Nachfolger waren Garanten für spätere Champions. Moss wurde durch Mitbewerber auf diese Marke aufmerksam und besichtigte die Cooper-Fabrik in Surbiton. Fabrik war in diesem Zusammenhang nicht das richtige Wort, da es sich damals nur um eine Werkstatt mit einem Ausstellungsraum handelte. Stirling kehrte später in Begleitung seines nichtsahnenden Vaters zum Cooper-Ausstellungsraum zurück. Dort konnte er ihn davon überzeugen, wie toll es doch wäre, mit einem Cooper Rennen zu fahren. Sein Vater stimmte unter der Voraussetzung zu, daß Stirling den Hauptanteil der Kosten tragen würde. Nachdem er sich von einigen Besitztümern trennte, fehlte ihm immer noch etwas Geld; an seinem 18. Geburtstag gaben ihm seine Eltern den Rest dazu. |
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1950 wurde Moss Werksfahrer bei HWM. Das Team wurde von John Heath und George Abecassis, zwei Gesellschaftern von Hersham & Waltham Motors, aufgebaut und verfügte über drei Vierzylinder-Formel2-Wagen. Teamleader war der eigensinnige Lance Macklin. Moss erlernte bei HWM die Kunst des Rennsports und bei Macklin die Lektionen über das Leben. Chefmechaniker von HWM war ein polnischer ehemaliger Militärangehöriger namens Kovaloski. Dieser nahm den englischen Namen Alf Francis an und wurde später selbst eine Legende. Beim Grand Prix von Monza hatte Moss einen phantastischen Zweikampf mit dem erfahrenen Ferrari-Piloten Villoresi, der ihm später zu seinem rennfahrerischen Geschick gratulierte. Sein Rekord bei HWM bestand aber leider nur darin, daß seine Rennwagen öfters ausfielen als die der anderen Fahrer; dennoch war dieser Lebensabschnitt für Moss eine großartige Lehre. Zu dieser Zeit fuhr er auch andere Rennwagen wie z. B. den Jaguar C-Typ, mit dem er das Sportwagenrennen von Frankreich, den späteren französischen Grand Prix, gewann; der erste Sieg für einen Wagen mit Scheibenbremsen. |
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Wer nun behauptet, daß die Karriere von Stirling Moss ein Mißerfolg war, weiß nichts von den Leistungen, die von ihm in so legendären Rennen wie der Targa Floria, Pescara und Mille Miglia erbracht wurden. Zuhause arbeitete er in jeder Beziehung mit dem Journalisten Denis Jenkinson zusammen, um die historische Mille Miglia im Jahre 1955 zu gewinnen.; sie waren die ersten Ausländer seit Caracciola und die einzigen Briten, die das jemals schafften. Bei den 24 Stunden von Le Mans war Moss Partner von Fangio im führenden Mercedes. Während sie das Rennen anführten, passierte auf der Strecke ein tragischer Unfall, bei dem 78 Zuschauer ums Leben kamen; ein Mercedes war hierin verwickelt. Das Team zog sich daraufhin aus dem Rennsport zurück. |
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Stirling Moss hält sich über die heutige Grand Prix-Scene auf dem Laufenden und zögert nicht damit, seine Meinung zu dem Streckendesign, den Auslaufzonen und den allgegenwärtigen Schikanen zu bekunden: "Ein Auto mit Höchstgeschwindigkeit durch eine Kurve zu fahren ist schwierig", sagte er, "aber ein Auto mit Höchstgeschwindigkeit durch die selbe Kurve zu fahren, wenn sich auf der einen Seite eine Mauer und auf der anderen Seite ein Abgrund befindet - Ah, das ist eine Leistung." |
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Gran-Tourismo-Wettbewerbe: |
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Quellen: Bei dem Text handelt es sich um eine freie deutsche Übersetzung der englischen Vorlage. Diese findet sich auf der Homepage "Grand Prix History" von Mr. David.. Die Bilder und Zeitangaben zu den Rennen stammen aus dem Auto-Jahr Nr 13 (1965/1966), 14 (1966/1967), 15 (1967/1968), 17(1969/1970) von Edita Lausanne (Alleinvertrieb in Deutschland durch Motorbuch-Verlag Stuttgart). Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. |
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